Die Schäden der OP

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Offiziell verlautet, dass etwa 1 bis 3 Prozent der Patienten die OP nicht überleben. Auf seine Zahlen angesprochen, teilte der Leiter einer kardiochirurgischen Abteilung eines Hamburger Zentralkrankenhauses kürzlich in einer Fachdiskussion mit, dass die Sterberate als Folge der Bypass-OP am Herzen in seiner Abteilung bei 3 Prozent liege (85). 3 von 100 operierten Patienten verlassen das Krankenhaus nicht mehr lebend. Und diese Abteilung arbeitet qualitativ auf höchstem Niveau.

Der Herzmuskel leidet bei den meisten Bypass-Operationen. Die Experten streiten auch hier, wie groß der Schaden sein muss, um als „peri-operativer Infarkt“, sprich als ein durch die OP verursachter Infarkt gewertet zu werden. Eine repräsentative Studie kam auf 10% Herzinfarkte als unmittelbare Schäden des operativen Eingriffs (98). In 3-5% der Fälle treten schwere neurologische Komplikationen auf, etwa Schlaganfälle oder vorübergehende starke Durchblutungsstörungen des Gehirns. Dazu können  weitere gravierende Komplikationen in Form von Nachblutungen, Herzrhythmusstörungen, Herzversagen, Nierenversagen oder Wundinfektionen kommen.

In diesem Zusammenhang muss auch das „postoperative Delirium“ erwähnt werden. …….