Einführung

Ein Herzinfarkt bedroht das Leben. Die Schulmedizin tritt dieser Bedrohung mit hochtechnologischen Maßnahmen entgegen. Doch Herzkatheter, Stent und Bypass-OP sind risikoreiche, belastende Eingriffe. Und auch die vielen verordneten Medikamente machen den meisten Herzkranken zu schaffen.

Das Interesse an Alternativen ist groß. Sanfte Medizin ist gefragt. Viele Herzpatienten würden sich viel lieber mit Yoga, Tai-Chi und ähnlichen schonenden Maßnahmen vor einem erneuten Infarkt schützen, als einen Katheter oder eine Herz-OP über sich ergehen zu lassen.

Doch was ist, wenn jemand einen Herzanfall erleidet? Im Ernstfall, wenn es eng wird in der Brust und Schmerzen auftreten, zählen diese sanften Behandlungsmethoden nicht mehr. Dann regiert wieder die Schulmedizin. Der Katheter wird geschoben, es werden Stents gesetzt und alle Alternativen sind nur noch schmückendes Beiwerk.

Die schulmedizinischen Maßnahmen sind belastend für Körper, Geist und Seele und hinterlassen viele Schäden. Doch wirklich skandalös ist der Umstand, dass sie so gut wie gar nicht helfen. Denn das schulmedizinische Konzept fußt auf einem gravierenden Fehler, sodass sich Erfolge gar nicht erst einstellen können.

In der gängigen Praxis ist alles auf die Herzkranzgefäße ausgerichtet. Die Kranzgefäßverschlüsse stehen im Mittelpunkt und es wird nicht beachtet, dass der Herzmuskel über ein wirkungsvolles Sicherungssystem zum Schutz vor Durchblutungsstörungen verfügt. Wie verschiedene Forscher, allen voran der Mailänder Pathologe Professor Baroldi, anschaulich gezeigt haben, stehen immer dann, wenn sich ein Kranzgefäß verschließt, zahllose Umgehungsgefäße bereit, um das Blut um den Engpass herumzuleiten. Ein verschließendes Kranzgefäß kann der Durchblutung des Herzmuskels nichts anhaben. Aber diese entscheidende, gesicherte Erkenntnis wird von der Schulmedizin ignoriert.

Deshalb ist es sinnlos, die Kranzgefäße mit dem Ballonkatheter zu weiten und Stents zu setzen oder die Verschlüsse mit operativ eingepflanzten Bypässen zu umgehen. Es handelt sich um Scheingefechte: Die Bypass-OP verhindert keinen einzigen Herzinfarkt, der Katheter mitsamt Stents rettet kein Leben. Die Hightech-Medizin blendet, und sie lässt Herzpatienten vergebens auf Heilung hoffen.

Ich bin selbst Schulmediziner und berufe mich in meiner Kritik am schulmedizinischen Vorgehen ausschließlich auf das, was die medizinische Wissenschaft inzwischen bewiesen hat. Das vermittle ich Ihnen in eingängiger, verständlicher und mit Beispielen belegter Form.

Mir geht es darum, den verengten Blick auf die Kranzgefäße zu überwinden und zu einer Sicht zu gelangen, die den Patienten als lebendigen und fühlenden Menschen und als soziales Wesen begreift. Dem dient dieses Buch. Ich entwickle ein ganzheitliches, ausschließlich auf wissenschaftliche Erkenntnis gestütztes Konzept, das dem Herzkranken in seinen umfassenden Lebensbezügen gerecht wird.

Dieses Konzept eröffnet völlig neue Perspektiven, die hier ausführlich diskutiert werden: Was können Sie als Herzkranke oder Herzkranker oder als jemand, der es so weit gar nicht erst kommen lassen möchte, sinnvollerweise tun? Ich werde auf die Bedeutung Ihrer Ernährung, Ihrer körperlichen und inneren Verfassung eingehen und die Zusammenhänge zwischen Umweltverschmutzung und Herzkrankheiten deutlich machen. Zudem nenne ich Ihnen hilfreiche Medizin und beschreibe, was im Akutfall bei Herzschmerzen und bei einem Infarkt am besten zu tun ist.

Der entscheidende Anlass, dieses Buch zu schreiben, waren für mich die lebendigen Lebensgeschichten meiner Patienten. Seit Jahren behandele ich in meiner Praxis in Hamburg ausschließlich Herzkranke. In 17 eindringlichen Patientengeschichten vermittle ich Ihnen einen Eindruck von der alltäglichen Realität. Diese 17 Falldarstellungen durchziehen das gesamte Buch und illustrieren meine Erkenntnisse. Die Geschichten handeln vom Scheitern der gängigen medizinischen Praxis und von den Schäden, die tagtäglich in unseren Kliniken verursacht werden. Vor allem aber zeige ich Ihnen an vielen sehr unterschiedlichen, exemplarischen Lebensgeschichten meiner Patienten, wie es besser gehen kann, wie tatsächlich ein Weg zur Heilung gefunden werden kann.